Percys Reise ins Glück

Percy
Es fing alles an einem ganz normalen Freitag an. Ich wollte mal wieder ein schönes Wochenende auf dem Hof meiner Tante erleben und hatte schon vorher gehört, dass viele neue Pferde angekommen sind. Also ging ich voller Erwartungen in den Stall. Meine Tante Kerstin erzählte mir dann die verschiedenen Geschichten zu den Pferden. Ich dagegen hatte schon in der letzten Eckbox des Stalles eine süße, rosa Fellnase entdeckt und konnte auch nicht mehr auf die anderen Pferde achten.
Ich lief auf diese Box zu und sah Percy! Ein wundervolles Pferd. Seine großen schwarzen Augen blickten mich an und luden mich förmlich zum knutschen und knuddeln ein. Ich sagte mir die ganze Zeit : Schaue ihm nicht in die Augen und kraule im nicht seine Nase. Also ging ich weiter und packte erstmal meine Sachen aus.
Am Abend gingen wir alle zusammen Essen. Mir ging nur Percy durch den Kopf und ich konnte es kaum erwarten endlich wieder auf den Hof zu fahren und noch einmal in seine Box gehen zu dürfen. Das tat ich dann auch und setzte mich zu ihm in die Box. Percy kam sofort auf mich zu und packte mein Kopf, drückte ihn an seine Brust und schmuste mit mir. Ich war hin und weg und wusste von dort an das ist MEINER !
Kerstin befürchtete so etwas und sagte, dass ich ihn am nächsten Tag einmal reiten darf. Am nächsten Tag also schnappte ich mir Percy und fing an zu reiten. Alles war super und dann kam der Galopp. Ich konnte ihn nicht mehr bremsen und wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Nach diesem Erlebnis stieg ich ab und brachte ihn wieder auf die Weide. Kerstin dachte es wäre alles gelaufen, Percy wird es nicht. Falsch gedacht! Mir war es egal. Ich sagte mir das kann immer passieren ( neues Pferd, neue Situation.)Also ließ ich nicht nach, bis Kerstin sagte, dass es meiner sein kann, wenn ich nur will. Ich freute mich riesig wollte aber auf jeden Fall eine Woche Bedenkzeit haben. Am Sonntag fuhr ich mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge vom Hof. Die ganze Woche konnte ich an nichts anders mehr denken. Percy hatte mein Herz erobert! Doch mein Verstand gönnte mir das Glück einfach nicht. Er sagte mir immer wieder, dass ich es nicht schaffen werde ein Pferd ca. 100 km entfernt zu halten. Ich war verzweifelt, was ich jetzt machen sollte und rief Kerstin täglich im Urlaub an, um um Rat zu fragen. Eine Woche später fuhr ich noch einmal hin um ihn zu sehen und einfach auf mein Herz zu hören. Am Sonntag Abend saß ich mit Kerstin am Tisch, um ihr meine Entscheidung mit zu teilen. Doch ich konnte es nicht über meine Lippen bringen. Es ging einfach nicht, bis Kerstin dann sagte, dass ich nicht mehr ganz bei Trost wäre diese Chance abzulehnen. Also hatte von diesen Tag an ein Pferd. Percy !
Wir lieben uns über alles und werden bald noch mehr zusammen wachsen, denn er wird Anfang nächsten Jahres nach Recklinghausen, zu mir ziehen!