Diabolos Reise ins Glück
Pferdeglück
Eine Freundin fragte mich eines Tages, ob ich Lust hätte mir mit ihr ein Pferd anzuschauen. Da sie sich ein Zweitpferd kaufen wollte. Ohne lange zu überlegen stimmte ich zu. So fuhren wir nach Münster auf den
Pferdeschutzhof-Grenzenlos. Als wir ankamen wurden wir sehr herzlich begrüßt und auch direkt rumgeführt. Wir schauten uns alle Pferde an. Leider war das Pferd was meine Freundin im Internet gesehen hatte bereits verkauft. Sie schaute sich weiter um fand aber leider kein passendes Pferd, ich jedoch Stand vor der Box einer braunen Stute deren Namen ich leider nicht mehr weiß. Ich war ziemlich begeistert von ihr sie gefiel mir auf Anhieb. Direkt rief ich meinen verlobten an um Ihm meine Entdeckung mitzuteilen. Als meine Freundin sich zu ende umgeschaut hatte und fahren wollte ging ich noch mal in den Stall um mich von der Stute zu verabschieden und einpaar Fotos für meinem Verlobten zu machen. Ich trat an die Box und rief sie, doch leider zeigt sie keinerlei Interesse sie drehte sich nicht einmal um. Stattdessen zog jemand aus der linken Box neben der Stute an meinem Pulloverärmel und stupste mich immer wieder an. Ich drehte mich um und sah dem Pferd direkt in die Augen und da war es passiert „ Liebe auf den zweiten Blick“. Diabolo da stand er in seiner vollen Schönheit und forderte mich mit seinen Blicken immer wieder auf „ nimm mich“.
Ich war völlig durcheinander verabschiedete mich von Diabolo und fuhr nach Hause. Den ganzen Weg über dachte ich an seine Blicke. Zuhause erzählte ich meinem verlobten davon. Die darauf folgenden Nächte machte ich kein Auge zu. Ich rief meine Freundin an und sagte nur: „ich muss dieses Pferd haben“. Wir organisierten Auto und Pferdeanhänger und fuhren los. Ich war so aufgeregt, ich hatte tierische Angst, dass er verkauft sei. Wir kamen an und ich lief zu seiner Box, und da stand er noch schöner als ich Ihn in Erinnerung hatte und wieder trafen sich unsere Blicke auf diese besondere Art. Ich wusste jetzt dass meine Entscheidung richtig war. Ich musste ihn einfach nach Hause holen. Wir klärten schnell doch die Förmlichkeiten dann luden wir ihn auf, nach anfänglichen Verladeschwierigkeiten ging es endlich los. Ich konnte es kaum glauben. Ich war so gespannt ob er sich mit meiner schon älteren Hafidame verstehen wird. Nach einer anstrengenden Fahrt kamen wir zuhause an. Es war schon spät, ich stellte ihn in die Box gab ich eine riesen Portion Möhren und fuhr erleichtert nach Hause. Zuhause überlegte ich mir einen Namen für meinen Schatz. San Diego, Jack aber entschieden habe ich mich für die erste und beste Wahl „ BLACK PEARL“ Die erste Zeit stand Black Pearl nachts in der Box und am Tage mit meiner Hafidame (sie verstanden sich auf Anhieb super) auf dem Paddock.
Dann war es soweit er sollte auf unsere Sommerwiese in die Gruppe wo auf mein Stütchen und vier Wallache standen. Klar gab es anfangs Rennerei aber im Großen und Ganzen verlief die Eingliederung reibungslos. Am nächsten Tag machte ich die nachträgliche Ankaufsuntersuchung und die Ärztin stellte fest dass er lahmt, sie müsse noch einige Untersuchungen durchführen um die genaue Ursache festzustellen. Meine Stallnachbarn machten mich ganz verrückt. Sie sagten er hätte „Kissing Spines“ das wäre wohl offensichtlich. Ich war total am Ende. Total aufgelöst rief ich beim Schutzhof an. Kerstin beruhigte mich gleich und sagt ich sollte erstmal die Ergebnisse abwarten und das sie mich unterstützt wo sie nur kann.
Ich war schon etwas beruhigt zu wissen dass noch jemand anders als die Familie hinter einem steht. Die Ergebnisse zeigten das Black einen Rückenwirbel ausgerenkt hatte um diesen nicht zu belasten lief er dann so das man dachte er lahmt. Dieser wurde eingerenkt und Medikamentös behandelt, die Behandlung trug zum größten Teil der Schutzhof. Dafür bin ich sehr dankbar. Mit Bodenarbeit und richtigem Umgang bekamen wir auch den richtigen Muskelaufbau hin. Die Stallgemeinschaft hat sich aber direkt wieder anders gemeine Sachen ausgedacht, er wäre Aggressiv und unerzogen. Es wurde so schlimm, dass ich den Stall wechseln musste. Beim nächsten Stall der fast um die Ecke war erging es uns noch schlimmer. Mein Gott das ist ein junges Pferd das er schon mal buckelnd über die Wiese pest ich doch normal! Wieder wechselte ich den Stall, denn langsam hatte ich das Gefühl die Leute kamen nicht damit klar das ich als so junges Mädchen zwei Pferde halten kann. Diesmal stellte ich die Pferde auf ein Privatgrundstück wo ich mit meinen beiden Pferdeschätzen und meinem verlobten für mich war. Und wo mir keiner einredet, dass mein Pferd Aggressiv ist. So ganz für mich war ich ein paar Monate Happy, doch dann musste ich wieder wechseln, da der Stall keinen Reit- oder Longierplatz hatte. Und mit einem jungen Pferd kann man nicht nur ins Gelände gehen er muss ja was lernen. Ich brauchte einen Reitplatz. Ich wechselten nach Leichlingen und das ist das Beste was uns je passieren konnte: zwei Reitplätze, riesige helle Boxen, das ganze Jahr Weidegang und bei Bedarf auch Offenstall vorhanden. Es ist einfach toll eine super Stallgemeinschaft. Wir veranstalten Reiterfester, Ich habe hier viele neue Freunde gefunden. Die Pferde sind glücklich dann bin ich es auch. Black Pearl steht auf der Wallachwiese mit gleichaltrigen Pferden und mein Hafi auf einer gemischten Wiese wo auch ruhigere und ältere Pferde stehen. Ich bin so Froh Lena und Black Pearl Ihr seid alles für mich!
P.S. Ich wollte nie einen Wallach, na ja wo die Liebe hinfällt, er macht sich von Tag zu Tag besser wir sind ein starkes Team. Und meine Beste Freundin unterstützt mich wo sie nur kann Danke dafür Mausi und natürlich danke ich dem Pferdeschutzhof- Grenzenlos.
Vielleicht wollte Ihre Eure Geschichten auch niederschreiben, würde mich freuen!
Eure Marie